B U R L A G E

Gemeinde Rhauderfehn

Heimatbund Burlager Mühle e.V. 

Im Jahre 1824 erbaute Harm-Focke Jansen den Wallholländer – im Volksmund „Bargmöhl – genannt, als Mehl- und Peldemühle. In der   kornlosen Zeit arbeitete die Mühle auch als Sägemühle, zudem gab es noch ein „Öljeschlag“ zur Gewinnung von Pflanzenöl. 

Ab dem Jahre 1838 gehörte sie Hiske Janssen Strenge und blieb im Familienbesitz bis 1892.  

In diesem Jahr kaufte sie der Notar Klaaßen aus Leer, der sie 1894 an den Müller Löschen verpachtete.    Löschen hatte zwei Söhne, die zur See fuhren. Ihr Schiff sank bei einer Sturmfahrt um Kap Horn, woraufhin    Löschen die Müllerei 1904 aufgab und die Mühle an den Müller Hinrich Harders verkaufte.  Nach dessen Tod übernahm sein Sohn Martin den Mühlenbetrieb. 

Am Pfingstmontag im Jahre 1935 brannte die Mühle durch einen Blitzschlag ab. Martin Harders stellte den Windbetrieb ein und arbeitete mit Motorkraft. Nach dem Ableben von Martin Harders kaufte Gerd Plümer den Besitz. Dieser schenkte ihn dem Heimatverein Burlage mit der Auflage, die Mühle in alter Form wieder aufzubauen. In der Zeit von 1989 – 1995 wurde die Mühle vom Heimatbund Burlage in Eigenleistung wieder als Wallholländer errichtet, wobei Teile einer in Kaltenkirchen bei Hamburg abgebauten Mühle Verwendung fanden. Die Mühle wurde mit Jalousieflügel und Steert ausgestattet und ist heute wieder voll funktionstüchtig. Im Laufe der Zeit wurde der im Wall ausgemauerte Keller zu einem gemütlichen Raum hergerichtet, in dem heute viele Veranstaltungen des Heimatbundes stattfinden. 

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