BURLAGE ... DORF MIT PFIFF!
Gemeinde Rhauderfehn

Windkraftanlagen

 

In der Gemeinde Rhauderfehn sollen Windkraftanlagen im Norden in Backemoor und in Süden im Bereich Klostermoor und Burlage.

Bildquelle: General-Anzeiger

 

 

Dr. med Johannes Mayer Wirkung insbesondere des Infraschalls bei Windkraftanlagen

 

 

Initiativgruppe gegen Windpark

Energienutzung Klostermoorer und Burlager pochen auf größere Abstände.

von Günter Radtke    

 

Das Klostermoorer Ortsratsmitglied Kai-Uwe Zeusel ist Sprecher des Zusammenschlusses.     

                                           

KLostermoor/Burlage - Klostermoorer und Burlager haben jetzt eine Interessengemeinschaft gegründet, die sich gegen die Ansiedlung eines Windparks wendet, der im südlichen Klostermoor unweit der Ortsgrenze zu Burlage entstehen könnte. Die Initiative bestimmte Kai-Uwe Zeusel, SPD-Ortsratsmitglied in Klostermoor, zu ihrem Sprecher.

Während der jüngsten Ortsratssitzung in Burlage berichtete Zeusel, wogegen sich der Protest der Initiative richtet. Viele Bürger in Burlage und Klostermoor seien in großer Sorge, weil neben dem bereits bestehenden Windpark im Nordwesten Klostermoors nun ein zweiter Windpark im südlichen Klostermoorer Bereich (Hasenweg/Vossweg) möglich sei, für den ein Abstand von lediglich 500 Metern zu den Einzelhausbebauungen ausreichen solle.

Mediziner, so Kai-Uwe Zeusel weiter, sagten jedoch, dass Windkraftanlagen negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hätten, wenn sie zu nah an der Wohnbebauung installiert würden. Ein Abstand von mindestens 2000 Metern bei Einzelanlagen und bei Windparks sogar noch darüber hinaus würden daher gefordert.

Zeusel berichtete ferner, dass die Ortsräte Klostermoor und Burlage Ende vergangenen Jahres eine Resolution für den Leeraner Kreistag verfasst hätten, in der sie die zehnfache Anlagen-Nabenhöhe als Mindestabstand zur Wohnbebauung gefordert hätten. Die Räte verlangten somit, dass bei einer 250 Meter hohen Anlage 2,5 Kilometer Abstand zu Häusern einzuhalten seien. Die gerade gegründete Initiative in Burlage/Klostermoor appelliere an die entscheidenden Politiker auf allen Ebenen, dieser Forderung nachzukommen.

Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller verwies darauf, dass zurzeit zwei Verwaltungsverfahren zur Windkraftnutzung für die Gemeinde Rhauderfehn anhängig seien. Zum einen gebe es eine von der Gemeinde initiierte Flächennutzungsplanänderung für Rhauderfehn. Und zum anderen werde das regionale Raumordnungsprogramm für den Landkreis Leer neu aufgestellt.

Der Kreis und die Gemeinde gehen dabei von unterschiedlichen Ansätzen und Einschätzungen aus. In einer Potenzialstudie zur Windenergienutzung hatte der Landkreis Leer unter anderem ermittelt, dass sich im südlichen Klostermoor unweit der Ortsgrenze zu Burlage eine rund 32 Hektar große Fläche als Windpark eignet (der GA berichtete).

Mehrere bis zu 250 Meter hohe Windkraftanlagen könnten demnach dort aufgestellt werden, ohne dass es dadurch großartige Konflikte mit anderen Belangen gäbe. In Klostermoor, das bereits einen Windpark im westlichen Teil des Ortes hat, ist man nicht generell gegen die Windenergienutzung. Es gehe den Einwohnern lediglich um Mindestabstände zur Wohnbebauung, hieß es.

            

 

 

 

 

 

Veröffentlicht am 18.11.2013
 

"Der Energiewende fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept. Insbesondere bei der Förderung von Windkraft, Photovoltaik und Biomasse gibt es gravierende Fehlentwicklungen, die unserem Land sehr schaden. Von diesen schädlichen Entwicklungen profitiert eine lautstarke Minderheit sehr stark finanziell. Wer die Energiewende erfolgreich umsetzen will, muss daher die politischen Widerstände der größten Nutznießer dieses Subventionssystems überwinden. Bis dahin ist ein Ausbaustopp angezeigt." 

 

 

Oberledingerland   30.04.2015


Windkraft-Gegner vernetzen sich  

 

 

Von Henrik Zein - General-Anzeiger

 

    Mehr als 100 Bürgerinitiativen aus ganz Niedersachsen haben einen Landesverband „Vernunftkraft“ gegründet. Ziel ist es, einen ausufernden Bau von Windkrafträdern zu verhindern. Mit dabei: die Interessen-Gemeinschaft (IGBB) Breinermoor/Backemoor.

    

Breinermoor/Backemoor - Die Interessen-Gemeinschaft (IGBB) Breinermoor/Backemoor geht im Kampf gegen den Bau von Windparks in die Offensive: Die Bürgerinitiative hat sich dem neuen Landesverband „Vernunftkraft Niedersachsen“ angeschlossen, der sich am Wochenende in Walsrode gegründet hat. Dem Bündnis gehören 100 Vereinigungen an. Die IGBB hatte zur Gründungsversammlung am Wochenende mit Andreas Meinders auch einen Vertreter geschickt, der bei der Wahl zum ersten Vorstand stimmberechtigt war.

          

Herbert Buscher, Sprecher der IGBB, sagte: „Wir versprechen uns durch die Mitgliedschaft in dem Bündnis eine höhere Schlagkraft.“ Die Vereinigung wolle gegenüber der Landesregierung deutlich machen, dass es nicht nur Einzelne sind, die sich Sorgen um Mensch, Tier und Natur machten. Ein weiterer Grund für die Mitgliedschaft sei das Klagerecht, das durch den Zusammenschluss gegeben sei. „Das ist schon ein Pfund“, so Buscher. Zudem sei der Informationsaustausch mit anderen Bürgerinitiativen sehr wichtig. Der Sprecher der Interessen-Gemeinschaft befürchtet, dass durch den Bau von weiteren Windparks in der Region „von der Natur in Ostfriesland bald nicht mehr viel übrig bleibt“. Im Landkreis Aurich gebe es bereits ganze Landstriche, „die vollkommen verbaut sind“, erklärt der 48-Jährige.

          

Die Organisation „Vernunftkraft Niedersachsen“ fordert aktuell vor allem von der Landesregierung, einen von ihr geplanten Windenergie-förderlichen Erlass nicht weiter zu verfolgen, bis Ergebnisse aus Dänemark und Deutschland zur Gesundheitsbeeinträchtigung vorliegen. Über die weitere Arbeit wird nun der neu gewählte Vorstand beraten.