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Gemeinde Rhauderfehn

Willkommen in Burlage (Ostfriesland)

Burlager MühleBurlager Mühle - Im Jahre 1824 erbaute Harm-Focke Jansen den Wallholländer – im Volksmund „Bargmöhl"


Burlages Neue Ortsbürgermeisterin Renate Wichert

Renate Wichert Bürgermeisterin von BurlageBurlage - Die Ortschaft Burlage in der Gemeinde Rhauderfehn hat seit Donnerstagabend eine neue Ortsbürgermeisterin. Nach dem Tod des bisherigen Amtsinhabers Herbert Broich, der kürzlich im Alter von 80 Jahren verstorben ist, musste auf der Ortsratssitzung in der Dorfgemeinschaftsanlage ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin bestimmt werden. Die Wahl fiel auf Renate Wichert (fraktionslos), die einstimmig das Vertrauen des Ortsrates erhielt. Gleiches galt für den Stellvertreterposten des Ortsbürgermeisters. Heinrich Tiedeken (fraktionslos) stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Sein Nachfolger wurde Artur Groeneveld (fraktionslos), der für Broich in den Ortsrat nachgerückt war. „Schönen Dank für das Vertrauen. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir gemeinsam alles geregelt bekommen, was wir für Burlage auf den Weg bringen“, erklärte Wichert in ihrer ersten Stellungnahme. General-Anzeiger, Rhauderfehn

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27.04.2020

Ehrenamt Stefanie Wellens engagiert sich im Sozial-Ehrenamtlichen Verein

Burlage - Ehrenamtliches Engagement wird bei Stefanie Wellens aus Burlage großgeschrieben. Die 40-Jährige arbeitet als 2. Vorsitzende im Sportverein SV Burlage mit, kümmert sich im Auftrag des Arbeitskreises Schule Rhauderfehn um den Jugendtreff und zählt zudem zu den Gründungsmitgliedern des Sozial-Ehrenamtlichen Vereins Ostfriesland/Emsland, kurz SEV.

Von Beginn an ist die 40-Jährige dort als Jugendleiterin aktiv und kümmert sich um die Auslandshilfe. Dafür sammelt sie Spenden und organisiert die Fahrten.

Die „soziale Ader“ wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, sagt die Helferin. Auch ihre Eltern Hermann und Lenchen engagieren sich ehrenamtlich. Ihr Vater Hermann Wellens ist Vorsitzender des SEV und war zuvor fast 30 Jahre lang Ortsbeauftragter der Malteser Bockhorst-Rhauderfehn. „Ich bin damit groß geworden“, sagt Stefanie Wellens. Darum gehöre das Engagement zu ihrem Leben. „Beispielsweise beim SV Burlage wurde vor vielen Jahren eine Aushilfe in der Grillbude gesucht. Ich habe sofort zugesagt“, sagt sie. Mittlerweile wurde sie in den Vorstand gewählt.

Noch gar nicht so lange, nämlich nur drei Jahre, gibt es den SEV. Dafür ist die Zahl der Mitglieder mit 70 Personen schon recht beachtlich. Der Verein engagiert sich vielfältig. Ein wichtiger Punkt nimmt dabei die Jugendarbeit ein. Es werden zum Beispiel Freizeiten oder Feste organisiert. Dazu gehört auch ein Jugendaustausch mit Jugendlichen aus anderen Ländern. Im Bereich des Auslandsdienstes werden Fahrten nach Polen organisiert, um mit einem Lastwagen zum Beispiel gesammelte Kleider- und Nahrungsspenden an Hilfsbedürftige zu übergeben.

Hilfe beim Einkaufen Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Arbeit des SEV ist die Flüchtlingshilfe. Aber auch die Seniorenarbeit kommt im Verein nicht zu kurz. Auch hier werden Veranstaltungen oder ein Fahrdienst für den Einkauf von Lebensmitteln organisiert. „Wir helfen auch den sozial schwächeren Menschen, denen es nicht so gut geht“, betont Wellens.

Die ehrenamtliche Arbeit macht ihr nach eigenem Bekunden immer noch sehr viel Spaß. „Man bekommt von den Leuten, denen man geholfen hat, viel Freude zurück. Eine tolle Herzenssache“, betont Wellens. „Für mich ist es unheimlich wichtig sozial schwächeren Menschen zu helfen, und sie so gut es geht zu unterstützen“, erklärt Wellens weiter.

„Der SEV ist eine unheimlich tolle Truppe. Der Zusammenhalt ist sehr groß, etwa wenn Seniorennachmittage vorbereitet werden müssen“, lobt die ehrenamtliche Helferin ihre Mitstreiter. Sehr gut angenommen werde zur Zeit die Einkaufhilfe für Senioren. „Es wird immer mehr angefragt“, hat Wellens festgestellt. Um sich beim SEV ehrenamtlich zu engagieren sind nach Ansicht von Stefanie Wellens nur zwei Dinge wichtig. „Die Person sollte mindestens 15 Jahre alt sein, und die Arbeit mit Menschen sollte einem Spaß machen.“



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 Herbert Broich 

 

Der Burlager Ortsbürgermeister Herbert Broich erlag in der Nacht zu Montag im Alter von 80 Jahren einer kurzen, schweren Erkrankung. „Ein trauriger Tag für Rhauderfehn“, sagte Verwaltungschef Geert Müller.

Burlage/Rhauderfehn - Burlages Ortsbürgermeister, das Fehntjer SPD-Urgestein Herbert Broich, ist verstorben. Er erlag in der Nacht zu Montag im Alter von 80 Jahren einer kurzen, schweren Krankheit.

„Das ist ein trauriger Tag für Rhauderfehn. Herbert Broich war über Jahrzehnte eine prägende Figur der Kommunalpolitik“, sagte Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller (parteilos), den die Nachricht vom Tod Broichs am Morgen erreichte. „Dass Tausende von Menschen ihn bei den Wahlen immer wieder unterstützt haben, zeigt die Wertschätzung, die er in der Bevölkerung und ebenso bei mir und im Rat hatte“, so Müller.

„Seine Stimme wird fehlen“

Der Leeraner Landrat Matthias Groote (SPD) betonte: „Herbert Broich hat sich in vorbildlicher Weise für benachteiligte Menschen stark gemacht und sich als ,internationaler Kommunalpolitiker‘ für die Versöhnung zwischen den Völkern eingesetzt. Das ist sein Lebenswerk, das ist sein Vermächtnis. Der Landkreis Leer verliert einen großartigen Sozialpolitiker. Seine Stimme wird fehlen.“

Über Jahrzehnte hinweg politisch engagiert

Der gebürtige Rheinländer Herbert Broich kam 1966 als Junglehrer zusammen mit seiner Frau Ingrid aus dem Rheinland ins ostfriesische Burlage. Dort stieg der Sozialdemokrat sofort in die Kommunalpolitik ein. Schon 1972 wurde er Bürgermeister, 1973 dann Ortsbürgermeister von Burlage. Dieses Amt hat er bis zuletzt bekleidet. Ebenso war Broich über Jahrzehnte - bis zu seinem Tod - Mitglied im Rhauderfehner Gemeinderat und im Leeraner Kreistag. 1993 bis 2003 war er zudem Bürgermeister von Rhauderfehn.

Zusammen mit seiner Frau gründete er 1973 den Arbeitskreis Schule Rhauderfehn (AKSR), der in zahlreichen Projekten seit Jahrzehnten Benachteiligte unterstützt. Dazu gehören der Projekthof in Burlage und die Rhauderfehner Tafel.


„Verfechter für Rechte der Menschen“

„Über die Grenzen Rhauderfehns hinaus war er als Verfechter für die Rechte der Menschen bekannt. Er hat mit einer Überzeugungskraft, die seinesgleichen sucht, manches Projekt durchgesetzt und war sich nicht zu schade, auch einmal um eine Sache streitbare Diskussionen zu führen“, betonten am Montag Geschäftsführer Helmut Fennen und das Team des AKSR.

Erst im Dezember hatte Herbert Broich seinen 80. Geburtstag gefeiert. Er hinterlässt seine Frau Ingrid, mit der er seit mehr als 50 Jahren verheiratet war, sowie drei Kinder und sechs Enkel.





General-Anzeiger, Rhauderfehn 2020




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