BURLAGE ... DORF MIT PFIFF!
Gemeinde Rhauderfehn

Heimatbund Burlage

Die 1824 als Wallholländer gebaute Windmühle in Burlage, Landesstraße 58, erstrahlt nach zweijähriger Sanierung in neuem Glanz.

 

  http://www.muehle-burlage.de

Ehrenamtlich Heimatmuseum sanieren

Quelle: General-Anzeiger Rhauderfehn

 

Von Benjamin Schaller

 

In der Einrichtung wird unter anderem der Frage auf den Grund gegangen, warum Hunde einst in Hamsterräder gesteckt wurden.

Historische Geldscheine, Instrumente, Spielzeug und vieles mehr kann im Erdgeschoss angeschaut werden. „Es sind Dinge aus der Heimat oder Mitbringsel von Seefahrern“, erklärt Helmut Albat, 1. Vorsitzender des Trägervereins des Burlager Museums.

Das kurioseste Exponat ist wohl ein Butterfass, das durch sogenannte Hundegöpel, eine Art Laufrad, betrieben wurde. Durch ihre Bewegungen in dieser einem Hamsterrad ähnelnden Apparatur trieben die Vierbeiner die Stampfmontur an. „Hunde waren eben früher Nutztiere“, sagt Albat grinsend.

Ihm zur Seite steht die Museumswartin Helga Witkowski, deren Herz besonders für die beiden Obergeschosse schlägt. Dort finden sich ausgestopfte Vögel und Säugetiere, die ihren natürlichen Lebensraum in Ostfriesland haben. „Als wir die Tiere bekommen haben, waren sie in einem furchtbaren Zustand. Das wurde alles in mühsamer Arbeit von Ehrenamtlichen hergerichtet“, sagt Witkowski und lässt ihren rheinischen Zungenschlag durchklingen. Als Zugezogene war sie sich zunächst nicht sicher, ob sie für die Aufgabe als Museumswartin geeignet wäre. „Am Anfang habe ich mehr von den Besuchern gelernt als andersherum. Mittlerweile gebe ich die Geschichten, die mir erzählt worden, aber weiter.“

Auch wenn Helmut Albat sagt, dass ihm alle Ausstellungsstücke gefallen, gibt es doch eines, für das er eine besondere Schwäche hat: Ein Elchgeweih aus Finnland, das der frühere Besitzer der Mühle einst nach Ostfriesland brachte. Das Lieblingsstück von Helga Witkowski ist hingegen ins Reich der Vögel einzuordnen, gehört aber doch nicht wirklich dazu. „Ich mag unseren Rafatau. Das ist eine Kreuzung aus Rabe, Fasan und Taube, und sein natürlicher Lebensraum ist die Burlager Mühle – und die Fantasie!“

In naher Zukunft wird der Förderverein mit einer großen Aufgabe konfrontiert werden. „Die Mühlenflügel haben in den letzten Jahren unter dem Wind und anderen Umwelteinflüssen gelitten und müssen saniert werden“, erklärt Helmut Albat. „Die Schrauben sind verzogen, das Gestänge und das Spindelgetriebe defekt. Es werden Schweißarbeiten nötig sein, das muss von einer professionellen Firma gemacht werden.“ Um den finanziellen Kraftakt stemmen zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Ohnehin wird von den Besuchern kein Eintrittsgeld verlangt, stattdessen kann jeder Museumsgast eine freiwillige Abgabe leisten.

Zudem setzen die Vereinsmitglieder auf ihre Veranstaltungen. „Am Sonntagnachmittag wird ein Backtag stattfinden“, erzählt der Ruheständler Albat. An ebenjenem Backtag soll ein Steinofen eingesetzt werden, den der Verein kürzlich von einer nicht mehr betriebenen Bäckerei erwarb und der in ein Nebengebäude einmontiert wurde. „Darin bereiten wir Butterkuchen und Rosinen stuten zu“, sagt Albat und hofft, dem großen Ziel einen Schritt näher zu kommen: noch für lange Zeit Museumsgäste in der 191 Jahre alten Mühle empfangen zu können.


 

Heimatbund Burlage verabschiedete Vorsitzende und Mühlenwart

Burlage - Zur Generalversammlung kam der Heimatbund Burlage in der Burlager Mühle zusammen. Die scheidende Vorsitzende Elisabeth Brake zeichnete dort ein positives Bild ihrer zehnjährigen Tätigkeit und dankte allen Aktiven für ihren Einsatz.
Im Vordergrund haben 2013 der Bau eines Backofens sowie Reparaturarbeiten an der durch den Orkan beschädigten Mühlenkappe gestanden. „Glücklicherweise war die Mühle versichert“, so Brake.


 

Elisabeth Brake und Helmut Ortmann (rechts) bekamen von Helmut Temmen für ihren Einsatz eine Ehrenurkunde überreicht


 

Die Kasse wurde geprüft und die korrekte Kassenprüfung bestätigt. Dem gesamten Vorstand wurde für 2013 einstimmig Entlastung erteilt. Die Vorstandswahlen erbrachten folgende Ergebnisse: Neue Vorsitzende ist Helena Jansen, ihre Stellvertreter sind Helmut Temmen und Günter Lüken. Kassenwart ist Heini Albers und Schriftführer Albin Albinus. Zum Mühlenwart wurde Heinz Arbeiter, zu Stellvertretern Albert Jansen und Alfred Kruse gewählt. Museumswarte sind Isolde und Bernd Bachmann, Stellvertreter ist Gerhard Plümer. Im Festausschuss sitzen Klaus Dieter Cordes, Daniela Lüken, Helena Lüken, Wilfried Gebken, Rolf Lüken und Helga Withowski.


Angeregt wurde, eine Arbeitsgruppe, die für den Außenbereich und Veranstaltungsvorbereitungen zuständig sein soll, zu gründen.
Der zweite Vorsitzende Helmut Temmen dankte der langjährigen Vorsitzenden Elisabeth Brake und deren Lebensgefährten Helmut Ortmann, der lange Jahre Mühlenwart war, für ihr Engagement und die hervorragende Arbeit. Neben einem kleinen Präsent überreichte er beiden eine Ehrenurkunde des Heimatbundes.
Der Heimathund hat aktuell 180 Mitglieder. Es ist geplant, dieses Jahr den Backofen in Betrieb zu nehmen.

Quelle: www.ga-online.de

Mühle in Neuem Glanz

 

Burlage / MB - Die 1824 als Wallholländer gebaute Windmühle in Burlage, Landesstraße 58, erstrahlt nach zweijähriger Sanierung in neuem Glanz. Rund 60 000 Euro haben die Arbeiten gekostet. „Sie waren dringend erforderlich, um das historische Bauwerk zu erhalten“, erzählt Helmut Temmen, der stellvertretende Vorsitzende des Heimatbundes.

Einen Großteil der Kosten brachten die 200 Vereinsmitglieder in Eigenleistung auf. Es wurden insgesamt 1277 Stunden freiwillige Arbeit geleistet. Außerdem haben Privatleute, Banken und Unternehmen sowie die Gemeinde Rhauderfehn Geld zur Verfügung gestellt.

Dafür möchte der Heimatbund Danke sagen und zeitgleich den 25. Jahrestag des Mühlenaufbaus feiern. Daher sind am heutigen Sonnabend, 27. April, ab 15 Uhr alle Helfer und Gönner herzlich zu einem gemütlichen Nachmittag eingeladen. Als Dankeschön gibt es für alle Sponsoren und Helfer Kaffee, Tee und Kuchen. Zum Abschluss des Nachmittags wird noch gemeinsam gegrillt.

Bevor die Renovierungsarbeiten vor zwei Jahren richtig losgehen konnten, musste jedoch noch etwas Vorarbeit geleistet werden. Die vielen alten Holzteile der Mühle mussten gegen Holzbockbefall be- handelt werden – ein aufwendiges und teueres, aber zwingend notwendiges Unterfangen.

Im Rahmen der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurden in der Burlager Mühle dann die tragende Balken ausgetauscht, Decken und Wände über alle drei Etagen neu mit Holz vertäfelt und die Fußböden erneuert. Rund um die Mühle wurde das Pflaster neu verlegt. Jetzt steht nur noch der Austausch einiger undichter Fenster und Türen auf dem Renovierungsplan.

Während der Sanierungsphase wurde auch die ausgelagerte Ausstellung des naturkundlichen Museums, welches in der Mühle untergebracht ist, auf Vordermann gebracht. Unter anderem wurden alle ausgestopften Tiere sorgfältig entstaubt und neu beschriftet.