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Gemeinde Rhauderfehn

Willkommen in Burlage (Ostfriesland)

Burlager MühleBurlager Mühle - Im Jahre 1824 erbaute Harm-Focke Jansen den Wallholländer – im Volksmund „Bargmöhl"


Burlages Neue Ortsbürgermeisterin Renate Wichert

Renate Wichert Bürgermeisterin von BurlageBurlage - Die Ortschaft Burlage in der Gemeinde Rhauderfehn hat seit Donnerstagabend eine neue Ortsbürgermeisterin. Nach dem Tod des bisherigen Amtsinhabers Herbert Broich, der kürzlich im Alter von 80 Jahren verstorben ist, musste auf der Ortsratssitzung in der Dorfgemeinschaftsanlage ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin bestimmt werden. Die Wahl fiel auf Renate Wichert (fraktionslos), die einstimmig das Vertrauen des Ortsrates erhielt. Gleiches galt für den Stellvertreterposten des Ortsbürgermeisters. Heinrich Tiedeken (fraktionslos) stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Sein Nachfolger wurde Artur Groeneveld (fraktionslos), der für Broich in den Ortsrat nachgerückt war. „Schönen Dank für das Vertrauen. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir gemeinsam alles geregelt bekommen, was wir für Burlage auf den Weg bringen“, erklärte Wichert in ihrer ersten Stellungnahme. General-Anzeiger, Rhauderfehn

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02.07.2020

Neues Kraftpaket für Feuerwehr

Die Feuerwehr in Burlage hat ein neues Tanklöschfahrzeug erhalten. Für das moderne Einsatzfahrzeug hat die Gemeinde Rhauderfehn tief in die Tasche gegriffen.
Burlage - Die freiwillige Feuerwehr in Burlage hat seit kurzer Zeit ein Kraftpaket in seinem Besitz: Es handelt sich dabei um ein Allrad-angetriebenes Tanklöschfahrzeug mit einem 231-PS-Motor und einem Fassungsvermögen von 2200 Litern Wasser an Bord. Zur Ausstattung des Unimogs mit einem hochgeländegängigen Fahrgestell gehört unter anderem eine Hochleistungspumpe (2000 Liter pro Minute) sowie ein 120 Liter großer Schaummitteltank. Vor wenigen Tagen machte sich die Führung der Stützpunktfeuerwehr Burlage und ein Vertreter des Ordnungsamtes der Gemeinde Rhauderfehn auf den Weg nach Mühlau (Sachsen), um das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) von der Firma Ziegler für die Ortfeuerwehr abzuholen.

Gespannt waren Markus Luiking (Ordnungsamt), Ortsbrandmeister Wolfgang Harms und sein Vertreter Gerhard Tebben sowie die Löschmeister Günther Strohschnieder und Sascha Lüken bei der Abholung, wie das neue Gefährt in Natura aussehen würde. Denn bis dahin hatte man nur Fotos und Zeichnungen gesehen.

In Mühlau angekommen, zeigten sich alle Teilnehmer von dem in Deutschland einzigartigen Fahrzeug begeistert. „Es gibt ähnliche Modelle, aber dieses gibt es nur einmal“, erklärte Gerhard Tebben. „Wir haben sogar eine eigene Betriebsanleitung“, berichteten Strohschnieder und Lüken.

Nach einer detaillierten Übernahme sowie der Firmeneinweisung ging es knapp 600 Kilometer zurück nach Burlage, wo das Fahrzeug schon sehnsüchtig erwartet wurde. „Fast zwei Jahre haben wir an diesem Fahrzeug geplant und immer wieder den Erfordernissen angepasst, bis der Mercedes-Benz Unimog 5023 in Bau gehen konnte“, sagte Ortsbrandmeister Wolfgang Harms. Im Unimog ist Platz für vier Atemschutzgeräte mit acht Atemluftflaschen. Außerdem ist eine Motorsäge vorhanden. Für den schnellen Löscheinsatz gibt es einen 50-Meter-Schlauch. Ein pneumatischer Lichtmast mit vier Strahlern sorgt für größtmögliche Ausleuchtung. Eine Bodensprühanlage sorgt für den freien Weg in den Mooren und Wegen und dient auch als Selbstschutz. Auf dem Dach ist ein in dieser Form einzigartiger Wasserwerfer für die Brandbekämpfung für eine Wurfweite von 50 Metern und 1000 Liter pro Minute installiert. Zur Sicherheit für die Feuerwehrleute dienen Rundumkennleuchten und gesonderte Einstiegshilfen. Außerdem sind Beleuchtung und Haltegriffe installiert sowie diverse Umbauten vorgenommen worden. Dank einer Doppelkabine können statt der üblichen drei jetzt sechs Feuerwehrkräfte mitfahren und eingesetzt werden. Das Fahrzeug verfügt über moderne Digitalfunkgeräte und Beleuchtungsgeräte im Akku-Betrieb. Eine Seilwinde für das Fahrzeug soll noch angeschafft werden. Alle Verantwortlichen waren sich einig: Mit diesem Fahrzeug haben die Gemeinde Rhauderfehn und alle politisch Verantwortlichen nicht nur ein Schmuckstück in der Fahrzeugflotte der Wehren angeschafft, sondern hat mit Weitblick das modernste, schlagkräftigste und einsatztauglichste Fahrzeug für knapp 400 000 Euro gekauft, welches es derzeit auf dem Markt gibt. General-Anzeiger, Rhauderfehn



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 Herbert Broich 

 

Der Burlager Ortsbürgermeister Herbert Broich erlag in der Nacht zu Montag im Alter von 80 Jahren einer kurzen, schweren Erkrankung. „Ein trauriger Tag für Rhauderfehn“, sagte Verwaltungschef Geert Müller.

Burlage/Rhauderfehn - Burlages Ortsbürgermeister, das Fehntjer SPD-Urgestein Herbert Broich, ist verstorben. Er erlag in der Nacht zu Montag im Alter von 80 Jahren einer kurzen, schweren Krankheit.

„Das ist ein trauriger Tag für Rhauderfehn. Herbert Broich war über Jahrzehnte eine prägende Figur der Kommunalpolitik“, sagte Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller (parteilos), den die Nachricht vom Tod Broichs am Morgen erreichte. „Dass Tausende von Menschen ihn bei den Wahlen immer wieder unterstützt haben, zeigt die Wertschätzung, die er in der Bevölkerung und ebenso bei mir und im Rat hatte“, so Müller.

„Seine Stimme wird fehlen“

Der Leeraner Landrat Matthias Groote (SPD) betonte: „Herbert Broich hat sich in vorbildlicher Weise für benachteiligte Menschen stark gemacht und sich als ,internationaler Kommunalpolitiker‘ für die Versöhnung zwischen den Völkern eingesetzt. Das ist sein Lebenswerk, das ist sein Vermächtnis. Der Landkreis Leer verliert einen großartigen Sozialpolitiker. Seine Stimme wird fehlen.“

Über Jahrzehnte hinweg politisch engagiert

Der gebürtige Rheinländer Herbert Broich kam 1966 als Junglehrer zusammen mit seiner Frau Ingrid aus dem Rheinland ins ostfriesische Burlage. Dort stieg der Sozialdemokrat sofort in die Kommunalpolitik ein. Schon 1972 wurde er Bürgermeister, 1973 dann Ortsbürgermeister von Burlage. Dieses Amt hat er bis zuletzt bekleidet. Ebenso war Broich über Jahrzehnte - bis zu seinem Tod - Mitglied im Rhauderfehner Gemeinderat und im Leeraner Kreistag. 1993 bis 2003 war er zudem Bürgermeister von Rhauderfehn.

Zusammen mit seiner Frau gründete er 1973 den Arbeitskreis Schule Rhauderfehn (AKSR), der in zahlreichen Projekten seit Jahrzehnten Benachteiligte unterstützt. Dazu gehören der Projekthof in Burlage und die Rhauderfehner Tafel.


„Verfechter für Rechte der Menschen“

„Über die Grenzen Rhauderfehns hinaus war er als Verfechter für die Rechte der Menschen bekannt. Er hat mit einer Überzeugungskraft, die seinesgleichen sucht, manches Projekt durchgesetzt und war sich nicht zu schade, auch einmal um eine Sache streitbare Diskussionen zu führen“, betonten am Montag Geschäftsführer Helmut Fennen und das Team des AKSR.

Erst im Dezember hatte Herbert Broich seinen 80. Geburtstag gefeiert. Er hinterlässt seine Frau Ingrid, mit der er seit mehr als 50 Jahren verheiratet war, sowie drei Kinder und sechs Enkel.





General-Anzeiger, Rhauderfehn 2020




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